41. Sportlerwahl mit vielen Gewinnern / KSB-Sonderpreis an Werner Stöcker

Zum 41. Mal fand am Dienstag, 24. Februar, die Sportlerehrung der Westfalenpost und Westfälischen Rundschau in Kooperation mit dem Kreissportbund Siegen-Wittgenstein in der Krombacher-Brauerei statt.

Radio-Siegen-Moderator Tom Schirmer führte die Besucher vor Ort und die Nutzer im Livestream gekonnt durch den Abend. 

Die Sportlerinnen des Jahres:

Den vierten Platz der Frauen teilten sich gleich zwei Personen: Sportschützin Linnea Schnerr (SV Littfeld), die im abgelaufenen Sportjahr deutsche Mannschaftsmeisterin in der Luftgewehr-Bundesliga wurde, nahm stolz ihre Auszeichnung entgegen, wohingegen Handballerin Annalena Welsch vom Bergischen HC aufgrund einer Operation verhindert war.

Platz drei ging an Dressurreiterin Christina Wessling (Reitverein Giebelwald), die sich freute, dass ihr Sport wieder mehr Anerkennung bekomme. Der Reitsport habe durch die Vorwürfe gelitten, dass die Tiere von einzelnen Sportlern misshandelt worden seien. Dass sich nun das Blatt wieder wende, sei laut Wessling ein positives Zeichen.

Rang zwei ging an Sophia Reumschüssel-ter Jung (MSC Freier Grund). Die Trial-Fahrerin, die im vergangenen Jahr ihren Partner Paul Reumschüssel heiratete und Platz zwei in der Gesamtwertung der deutschen Trial-Meisterschaft der Damen erreichte, erzählte über die Anfänge ihrer Trial-Leidenschaft.

Sportlerin des Jahres wurde Ina Kaplan. Die Poolbillard-Spielerin des BC Siegtal 89 wurde im abgelaufenen Jahr Deutsche Meisterin im 10-Ball, errang vier EM-Medaillen sowie Eurotour-Turniersiege in Slowenien und den Niederlanden. 

Die Sportler des Jahres:

Bei den Herren errang Paul Reumschüssel den fünften Platz. Der Trial-Fahrer vom MSC Freier Grund fuhr 2025 den Deutsche Trial-Meistertitel ein und erzielte in der EM-Gesamtwertung Rang sechs. Platz vier ging an Malik Frank. Der Taekwondoka vom TuS Erndtebrück erlangte im abgelaufenen Jahr den Ersten Dan des schwarzen Gürtels im Taekwondo - mit 18 Jahren.

Für Frank steht in diesem Jahr ein Highlight an: Als Vertreter der deutschen Hapkido-Delegation wird er im August nach Südkorea, dem Heimatland des Hapkido, reisen und dort an Wettbewerben teilnehmen.

Platz drei belegte ein Sportler, der nicht nur in Wittgenstein, sondern im ganzen Laufsport wohlbekannt ist. Werner Stöcker von der LG Wittgenstein. Nicht nur für seine Teilnahme am Berlin-Marathon 2025, wo er sich erstmals ein Duell mit seinem Enkel Tom Keanu lieferte, sondern vor allem als Weltrekordhalter auf der Ultra-Strecke über 50 Kilometer in der Altersklasse M85. Der 86-jährige Erndtebrücker lief, nahezu im Vorbeigehen, noch den Weltrekord beim 6-Stunden-Lauf in Mörfelden sowie den Weltrekord im 24-Stunden-Lauf in Gotha. Auch im hohen Alter hält nichts und niemand Stöcker davon ab, seine Leidenschaft auszuleben. Dazu aber später mehr.

Rang zwei ging an den Para-Skilangläufer Sebastian Marburger vom SK Wunderthausen für seine Weltcup-Siege über zehn Kilometer in Kanada sowie für das Mannschaft-WM-Silber im italienischen Toblach. Seine Ehrung nahmen seine Eltern sowie seine frühere Trainerin Dagmar Knoche entgegen, da er sportlich verhindert war.

Den ersten Platz bei den Herren belegte einer, der für seine Leidenschaft durch die Kontinente reist. Jonas Hoffmann aus Hadem, Triathlet des Teams Race-Extract, hatte im abgelaufenen Sportjahr allerlei Veranstaltungen miterlebt. Platz 18 beim Ironman in Nizza, Platz zehn beim Ironman in Zell am See, Platz fünf bei den Ironman European Championships in Frankfurt, Platz vier beim Ironman im Kraichgau und beim Ironman in Südafrika waren nur einige Meilensteine seines Sportjahres 2025.


Die Mannschaften des Jahres:

Doch auch die Mannschaften des Jahres 2025 konnten überzeugen. So erstmals die Siegen Sentinels, die auf Rang fünf kamen. Die Footballer schafften den Aufstieg in die Oberliga. Die Tennis-Damen 30 des Erndtebrücker TC Gottfried von Cramm errangen im Tennis den Titel in der Südwestfalenliga und damit Rang vier als Mannschaft des Jahres. Platz drei ging an die Siegerländer Kunstturn-Vereinigung für den Klassenerhalt in der 1. Kunstturn-Bundesliga. Ebenfalls für den Klassenerhalt geehrt wurden die Handballer des TuS Ferndorf, die sich Rang zwei sicherten.

Den ersten Rang belegten die Sportfreunde Siegen für ihren Aufstieg in die Fußball-Regionalliga. Da die Mannschaft ausgerechnet am Tag der Sportlerehrung ihr Nachholspiel gegen den SC Paderborn II im Leimbachstadion bestritten und mit 2:1 gewannen, nahmen die Sportfreunde mittels einer Videobotschaft von Geschäftsführer Matthias Georg, Kapitän Jan-Luca Rumpf und Spieler Malik Hodroj an der Veranstaltung teil.

Nachwuchs und Ass des Sports

Neben den Ehrungen für die Nachwuchssportler des Jahres 2025, Jakob Lürssen, Tim Matti Kusche, Antonia Colsman und Theo Utsch, die Tillmann Reusch von der Sparkasse Siegen moderierte und auszeichnete, stach ein Mann an diesem Abend besonders hervor: Werner Stöcker.

Der 86-Jährige aus Erndtebrück wurde mit dem Sonderpreis des Kreissportbundes zum „Ass des Sports“ gekürt. Nicht nur über den Laufsport an sich gab Werner Stöcker im Gespräch mit Laudator Karl-Heinz Messerschmidt Geschichten zum Besten, sondern appellierte auch an die nachfolgenden Generationen, nicht aufzugeben und an sich selbst zu glauben. Er selbst wolle noch weitermachen, so lange er könne, da er viel Spaß am Laufsport habe.

Kreissportbund-Vorsitzender Falk Heinrichs (rechts) zeichnete Werner Stöcker als "Ass des Sports" aus. Blumen gab es für Ehefrau Ingeborg. Links Tillmann Reusch, Vorstandsmitglied der Sparkasse Siegen sowie Karl-Heinz Messerschmidt (2.v.r.)

KSB-Chef Falk Heinrichs mit Malik Frank vom TuS Erndtebrück. Der 18-Jährige erlangte im vergangenen Jahr den Ersten Dan im Taekwando.

Die Tennis-Damen 30 des TC Gottfried von Cramm Erndtebrück wurden Vierte in der Mannschaftswertung.

Ehre, wem Ehre gebührt: Der 86-jährige Werner Stöcker wurde als "Ass des Sports" geehrt.

Alle Gewinnerinnen und Gewinner der 41. Sportlerwahl von WP/WR und Kreissportbund.

Auch das war die Sportlerehrung: Flk Heinrichs im angeregten Gespräch mit Hannes Gieseler und Siegens stellvertretender Bürgermeisterin Désirée Schütz.